Ninja Luxe Café Essential im Test

Ninja Luxe Café Essential (ES501EU) im Kurz-Check: Der smarte Einstieg in die Siebträger-Welt?

Die Welt der Siebträgermaschinen wirkt auf viele erst einmal einschüchternd: Mahlgrad finden, korrektes Tampern, die richtige Extraktionszeit, das klingt oft mehr nach Wissenschaft als nach Genuss. Genau hier setzt Ninja mit der Luxe Café Essential an. Das Versprechen ist ein echtes Espresso-Feeling und Barista-Qualität, aber mit der unterstützenden Hand einer intelligenten Automatik.

Ich habe die Maschine für einen kurzen First Look auf den Prüfstand gestellt. Nach den ersten bezogenen Kaffeegetränken wird schnell klar: Wir haben es hier nicht mit einem Gerät für absolute Puristen zu tun, sondern mit einem durchdachten Hybrid-Automaten für den Alltag. Die Einstiegsmaschine ES501EU kostet dazu nur 449,99 Euro, direkt im Ninja im Online Shop. Das ist ein guter Einstiegspreis und dürfte vermutlich vielen Kaffeetrinker*innen gefallen.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Warum die Maschine gerade für Einsteiger einen spannenden Mittelweg zwischen Vollautomat und manuellem Siebträger bietet und für wen sich der genaue Blick lohnt, fasse ich in diesem Teaser kurz zusammen.

Wie klappt die Bedienung und was ist „Barista Assist“?

Nimmt man die Ninja Luxe Café das erste Mal in Betrieb, fällt sofort auf, das hier niemand ein Expertenwissen über Extraktionsraten mitbringen muss. Die Maschine setzt auf das, was Ninja „Barista Assist Technology“ nennt. Das bedeutet in der Praxis, dass die Maschine aktiv mitdenkt und Empfehlungen für den Mahlgrad gibt, basierend auf dem gewählten Getränk. Sie braucht ein paar Durchläufe um die Bohnen korrekt einzuschätzen, sodass man immer wieder den Mahlgrad nachjustieren muss.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Die Bedienung fühlt sich flüssig an. Man wählt sein Getränk, zum Beispiel klassischer Espresso, Filterkaffee-Style oder sogar Cold Brew (je nach Maschine), und das System stellt die Parameter wie Temperatur und Druckkurve automatisch passend ein. Besonders für Einsteiger ist das eine enorme Erleichterung: Statt frustriert den richtigen Mahlgrad zu suchen, führt das Display durch den Prozess. Das erlebe ich im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder. Viele Anwender haben keine Lust den Mahlgrad immer wieder aufs Neue einzustellen, das perfekte Verhältnis zu finden. Doch das gehört zur Zubereitung dazu und evtl. ist man dann nicht der richtige Anwender für eine separate Mühle mit klassischer Espressomaschine. Wer eine Automatik möchte, sollte dann doch eher zum Vollautomat wechseln oder sich die Ninja Luxe Café näher anschauen.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Das „Look and Feel“ ist dabei typisch Ninja: Funktional, modern und auf Effizienz ausgelegt. Man merkt, dass das Konzept darauf abzielt, die Hürde zwischen „Knopf drücken“ und „Siebträger einspannen“ so niedrig wie möglich zu halten. Es ist ein geführter Workflow, der Fehler verzeiht und den Nutzer an die Hand nimmt.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Kann die Ninja Luxe Café bei der Hygiene punkten?

Neben dem Geschmack gibt es ein Argument, das bei der Ninja Luxe Café Essential besonders schwer wiegt. Das ist meiner Meinung nach die Sauberkeit. Wer schon einmal einen klassischen Vollautomaten nach längerer Zeit geöffnet oder zur Wartung gegeben hat, kennt das Problem: Feuchtes Kaffeemehl verteilt sich im Inneren, die Brühgruppe ist oft schwer zugänglich und das feucht-warme Klima ist ein Paradies für Schimmel. Da hat mir bereits beim Cube von Nivona sehr gefallen, bei dem alle Teile der Brühgruppe außen angebracht sind.

Hier spielt auch das Konzept der Ninja seine volle Stärke aus. Da alles „außen“ passiert, wie das Mahlen in den Siebträger, das Brühen am Brühkopf und das Aufschäumen der Milch, bleibt das Innenleben der Maschine komplett trocken und sauber. Es gibt keine versteckte Mechanik, in der sich Kaffeereste unbemerkt ablagern können.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Der Puck wird nach dem Bezug einfach ausgeklopft, der Siebträger kurz ausgespült und die Oberflächen abgewischt. Das sorgt langfristig dafür, dass der Kaffee so schmeckt, wie er soll. Und das ohne muffigen Beigeschmack aus dem Maschineninneren. Denkt daran, die Hygiene in der Kaffeezubereitung ist sehr wichtig. Wenn ihr eine innenliegende Brühgruppe habt, macht diese regelmäßig sauber.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Fazit: Ein guter Einstieg mit ordentlichem Ergebnis

Mein erster Kurz-Test der Ninja Luxe Café Essential hinterlässt einen gemischten, aber unterm Strich positiven Eindruck für die angepeilte Zielgruppe. Man darf hier keine Performance-Wunder erwarten: Die Maschine agiert im Betrieb etwas behäbig und die Abläufe wirken teils etwas träge. Wer zackiges Arbeiten von Profi-Maschinen gewohnt ist, braucht hier etwas Geduld.

Aber: Das Ergebnis in der Tasse rechtfertigt die Gemütlichkeit. Geschmacklich sind Espresso und Cappuccino absolut in Ordnung und deutlich über dem Niveau vieler Kapsel-Lösungen oder einfacher Vollautomaten.

Ninja Luxe Café Essential Kaffeemaschine - ES501EU im Test

Für Profis ist sie nichts, aber das will sie auch nicht sein. Für Einsteiger, die sich günstig in Richtung Siebträger und Automatik bewegen wollen und ein „nettes“, gut durchdachtes Gesamtpaket suchen, ist die Ninja definitiv einen näheren Blick wert.

Kaufen könnt ihr die Maschine im Fachhandel oder direkt bei ninjakitchen.de im Shop.