Wer sich intensiv mit Espresso, Extraktion und dem perfekten Puck beschäftigt, optimiert meistens die Mühle oder die Maschine. Aber wie sieht es mit dem Workflow drumherum aus? Ich habe mir die Frage gestellt: Kann ein Wasserhahn wie der Quooker den Alltag eines Kaffeeliebhabers wirklich verbessern oder ist es nur ein teures Gadget?
Für den schnellen Tee zwischendurch ist er bekannt, aber das Potenzial für uns Kaffeetrinker wird oft übersehen. Dabei schaffen wir uns teure Wasserkocher in jeglicher Ausführung an.

Hilft der Quooker beim Americano auf Knopfdruck?
Jeder, der gerne einen Americano oder Filterkaffee trinkt, kennt den Bruch im Workflow: Der Espresso läuft perfekt, aber der Wasserkocher braucht noch zwei Minuten. Mit dem Quooker kommt das 100 °C heiße Wasser sofort aus dem Hand. Einfach die Tasse drunterstellen, Wasser laufen lassen und Espresso eingießen. Und das alles ohne Wartezeit und Temperaturschwankungen.
Genauso kann es beim Filterkaffee laufen. Der Wasserkocher mit Schwanenhals steht auf dem Herd und benötigt ein paar Minuten Kochzeit. Kann der Quooker da eine schnelle Alternative sein?
Temperaturmanagement oder Hygiene der Siebträger
Besonders bei dickenwandigen Cappuccino-Tassen ist das Vorwärmen essenziell. Statt kostbares Wasser aus dem Kessel der Espressomaschine zu ziehen und damit ggf. die Temperaturstabilität zu gefährden, kann der Wasserhahn künftig unterstützen. Der Quooker liefert sofort die nötige Temperatur, um Tassen oder den Siebträger in Sekunden auf Betriebstemperatur zu bringen. Auch das Reinigen der Portafilter und Tools nach dem Shot geht mit kochendem Wasser deutlich schneller und gründlicher.

Der Quooker könnte somit eine gute Ergänzung für Barista und Kaffeeliebhaber sein. Ich selbst bin mir auch noch nicht sicher, ob ich die Anschaffung tätigen soll. Ich würde gerne vorab in den Langzeittest gehen. Denn erste Erfahrungen habe ich bereits mit dem Wasserhahn gemacht und dieses Drücken und Ziehen an der Armatur war für mich nicht immer ganz intuitiv.
Der Quooker könnte genau die Lücke zu schließen, die zwischen einer High-End-Espressomaschine und dem restlichen Küchen-Workflow klafft: Geschwindigkeit und Konstanz. Doch es gibt noch verschiedene Fragen zu klären, unter anderem wie präzise der Wasserstrahl beim Dosieren für Filterkaffee ist oder ob sich das Wasser geschmacklich für Filterkaffee eignet.

Vielleicht kann ich euch da in den nächsten Monaten einen umfassenden Testbericht bereitstellen. Bis dahin interessiert mich auch eure Erfahrung.






